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Was wird aus unserer Kirche?

Alles verändert sich! Nichts ist für die Ewigkeit!


Selbst so langlebige Institutionen wie die Kirchen, die ja bekanntlich in Jahrhunderten denken, haben sich im Laufe der Geschichte geändert und ändern sich auch heute immer weiter. Solche Veränderungen können gut und wichtig sein, sie könne aber auch in die Irre führen.


Veränderungen, die die katholischen Kirchengemeinden in den letzten Jahren und Jahrzehnten bereits durchgemacht haben, stehen nun auch den evangelischen Kirchengemeinden ins Haus, ja sie sind zum Teil schon Realität: Pfarrermangel, Zusammenlegungen von Gemeinden, gar die Auflösung von Gemeinden.


Mitgliederschwund und fehlendes ehrenamtliche Engagement einerseits und die mangelnde Bereitschaft junger Menschen Pfarrerin oder Pfarrer zu werden andererseits führen dazu, dass auch unsere Evangelische Kirche sich verändern muss. In fünf bis 10 Jahren werden nur noch 10-20% der freiwerdenden Gemeindepfarrstellen wieder besetzt werden können.


Für unsere kleine evangelische Kirchengemeinde hier in Neuenkirchen und Wettringen bedeutet das z. B., dass nach dem Ruhestand von Pfarrer Wulf der Gemeinde keine volle Pfarrstelle zustehen wird. Wird sich von den Wenigen, die sich dann bewerben könnten, jemand auf solch eine eingeschränkte Stelle einlassen wollen? Werden wir dann noch einen Pfarrer oder eine Pfarrerin haben? Wie geht das dann mit Taufen, Trauungen und Beerdigungen? Kommt dann immer eine Pfarrer von außerhalb?


Aber auch schon jetzt gibt es Probleme: im Presbyterium sind seit Jahren zwei Plätze unbesetzt, die Arbeit ruht damit auf weniger Schultern. Und bei der nächsten Presbyteriumswahl im Jahr 2020 werden zwei oder gar drei nicht wieder kandidieren. Dann fehlen mindesten vier Presbyterinnen oder Presbyter. Dann wäre unsere Gemeinde sogar nicht mehr berechtigt Beschlüsse zu fassen und wir würden von außen verwaltet.


Zudem fehlt an vielen Stellen der Nachwuchs. Im Chor sind Sängerinnen und Sänger jederzeit herzlich willkommen. In den Seniorengruppen ist auch noch Platz. Ein Kindergottesdienst mit vier, fünf Kindern macht weder den Kindern noch den Verantwortlichen wirklich Spaß. Kirchliche Kinder- und Jugendarbeit findet nicht mehr statt, da kaum Kinder zu den angebotenen Veranstaltungen kamen.


Es liegt an uns, jetzt die richtigen Weichen zu stellen. Jede und jeder steht mit in der Verantwortung nach dem Motto: Was kann ich tun? Darum lädt das Presbyterium zu einer Gemeindeversammlung ein. Sie findet statt am Sonntag, den 23. September 2018, um 11.00 Uhr in der Friedenskirche in Wettringen, nach dem Abendmahlsgottesdienst. Wem zudem noch andere Fragen auf den Nägeln brennen, oder wer Vorschläge zur zukünftigen Gestaltung unserer Gemeinde hat, kann sie hier los werden.


Im Namen des Presbyteriums Dietrich Wulf, Pfarrer