Ruhetag(e)

Da hat sich die Kanzlerin ja gewaltig geirrt: Ruhetage kann man nicht einfach so verordnen. Und erst recht nicht im direkten Umfeld eines Tages, der Millionen Menschen aus religiösen Gründen wichtig ist.

 

Denn einen Ruhetag gibt es schon sehr lange: den Karfreitag. An diesem Tag denken Christen an den grausamen Tod eines für sie sehr, sehr wichtigen Menschen, an den Foltertod des Jesus von Nazareth am Kreuz.

 

Auch wenn man selber vielleicht nicht daran glaubt, dass dieser Mensch Gottes Sohn ist, so sollte man doch Respekt für die Trauer, für die Nachdenklichkeit, für das Ruhebedürfnis der Nachbarn an diesem Tage haben.

 

Der Karfreitag ist kein Car-Freitag für durchdrehende Automotoren und auch kein Tag für durchdrehende Nachbarn mit Rasenmähern, Baggern, Kreissägen und Hämmern. Und er ist auch kein Tag für Jahrmärkte, Diskotheken und Volksfeste. Gerade das können wir in diesem Jahr besonders gut lernen.

 

Der Karfreitag ist ein Tag der Besinnung – und das geht nun mal nur mit Ruhe. Dazu muss man nicht in den Gottesdienst gehen – aber für Christen geht das nicht ohne Meditation, Gebet und Gottes Wort. Denn für sie, geht es um ALLES:

 

„Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannes 3,16)

 

Ihr Pastor

Dietrich Wulf